Unser Kommunalwahlprogramm 2016 bis 2021

Ganz Langenhagen im Blick!

Ganz Langenhagen im Blick! Sozialdemokratische Politik für unsere Stadt

Langenhagen ist eine attraktive Stadt mit viel Potenzial aber auch großen Herausforderungen in den nächsten Jahren. Unsere Schwerpunkte liegen auf dem Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten, der Schulsanierung, der Schaffung von Wohnraum für Alle und der Integration aller Einwohnerinnen und Einwohner.

Unsere Stadt braucht weiterhin verlässliche Mehrheiten, kompetente Politik und klare Ziele. Dafür stehen wir Langenhagener Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten mit unserem Wahlprogramm für die Jahre 2016 bis 2021. Wir machen Langenhagen stark durch soziale Verantwortung, wirtschaftliche Vernunft und ökologische Erneuerung. Wir haben ganz Langenhagen im Blick! Geben Sie uns am 11. September 2016 Ihre Stimme.

 

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hängt zu großen Teilen vom Betreuungsangebot ab. Die Bildungseinrichtungen Krippe, Kita und Hort wollen wir weiter bedarfsorientiert ausbauen und auch die Betreuungszeiten noch stärker an die Nachfrage der Eltern anpassen. Einen weiteren Schwerpunkt wollen wir in der Steigerung der Qualität in den Einrichtungen setzen. Dazu gehören die personelle Ausstattung und zusätzliche Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Spielplätze in Langenhagen sollen auch in Zukunft schrittweise saniert und entwickelt werden. Kinder und Jugendliche werden auch weiterhin in diesen Prozess einbezogen.
Attraktive Angebote für Jugendliche in Langenhagen: Haus der Jugend, Jugendtreffs in den Ortschaften sowie die mobile aufsuchende Jugendarbeit (MAJA) sind für uns wichtige Anlaufstellen. Mit dem Instrument der Jugendhilfeplanung wollen wir Ausrichtung und Angebote neu definieren.

Container dürfen nie eine Dauerlösung sein! Wir wollen gute Rahmenbedingungen für unsere Kinder in Kita- und Schulgebäuden. Für gute Pädagogik und eine Vielfalt in der Langenhagener Schullandschaft werden wir die baulichen Voraussetzungen schaffen und die Schulen gut ausstatten. Die notwendige Sanierung der Langenhagener Schulen soll in den nächsten fünf Jahren abgeschlossen sein.

Die Ganztagsschule ist für uns ein wichtiges Instrument, um allen Kindern unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern ein erweitertes Bildungsangebot zu ermöglichen. Den Ganztagsbereich an den Grundschulen wollen wir deswegen weiter ausbauen. Dafür werden wir auch weiterhin zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um gemeinsam mit dem Land Niedersachsen die pädagogische Qualität und bedarfsgerechte Betreuungszeiten zu gewährleisten.

Lebenslanges Lernen braucht kompetente Institutionen. Wir stehen zur Volkshochschule mit einem breiten Angebotsprofil als wichtige Bildungseinrichtung für Langenhagen. Wir fördern die Musikschule und wollen die Stadtbibliothek auf einem attraktiven, anspruchsvollen und zeitgemäßen Stand halten.

Logistik gehört nicht ins Wohngebiet! Der zunehmende Verkehr (Auto, Bahn, Flugzeug) ist eine Belastung für Langenhagen. Wir wollen die Möglichkeit eines LKW Rasthofs/-platzes in Flughafennähe prüfen lassen, um das Parken in den Wohngebieten zu reduzieren. Wir wollen weitere Maßnahmen zur Lenkung und Lärmreduzierung vornehmen. Der gewerbliche Verkehr soll schnell auf die Autobahn geleitet werden. Den baulichen Zustand von Straßen, Rad- und Fußwegen wollen wir verbessern. Die Optimierung des Radwegenetzes in Langenhagen werden wir konsequent fortsetzen. Die Ladestationen für Elektromobilität und Abstellflächen für Fahrräder sollen ausgebaut werden.

Ein gut funktionierender öffentlicher Personennahverkehr bedeutet Lebensqualität. Um auch ohne eigenes Kraftfahrzeug die Wege in und nach Langenhagen bewältigen zu können, setzen wir uns für gute Verkehrsverbindungen ein. Die Ortschaften sollen mit einer Schnellbuslinie besser an die Stadtmitte angeschlossen werden. Wir wollen das Angebot an Schulbussen verbessern und den Ausbau des ÖPNV vorantreiben. Mit einer E-Bus-Ringlinie für das Stadtzentrum wollen wir neue Technologien für Klimaneutralität und Lärmreduzierung nutzen.

Wir wollen gesellschaftliche Teilhabe in allen Lebensbereichen ermöglichen. Dazu wollen wir u. a. das Instrument „Langenhagen-Pass“ überarbeiten und stärker bekannt machen.

Die Lebenserfahrung älterer Menschen ist ein wertvolles Gut, sie muss stärker in die Gemeinschaft eingebracht werden. Wir möchten deshalb das bürgerschaftliche Engagement der Seniorinnen und Senioren fördern und unterstützen.
Die Seniorenbegegnungsstätten in Langenhagen müssen erhalten und bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist für uns eine Verpflichtung. Wir wollen Inklusion leben, um Teilhabe in Kindergärten, Schulen und am gesamten öffentlichen Leben zu gewährleisten. Der lokale Aktionsplan Inklusion gibt dafür den Rahmen vor.

Ehrenamtlich tätige Menschen wollen wir bei ihrem wertvollen Engagement für die Gesellschaft unterstützen und werden deshalb auch Vereine und Verbände weiterhin fördern. Wir möchten noch mehr Langenhagenerinnen und Langenhagener für bürgerschaftliches Engagement motivieren. Die Sportvereine bieten ein hervorragendes Angebot und leisten einen wertvollen Beitrag in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie im Bereich der Integration. Mit uns bleibt die Stadt Langenhagen ein verlässlicher Partner des Sports.
Den Feuerwehrbedarfsplan werden wir weiter umsetzen und für gute Rahmenbedingungen für die ehrenamtlichen Aktiven in den Freiwilligen Feuerwehren sorgen.

Die Künstlerinnen und Künstler aus Langenhagen und unsere kulturellen Angebote sind ein Teil dieser Stadt mit einer Ausstrahlung weit über die Grenzen Langenhagens hinaus. Deshalb stehen wir auch in Zukunft für eine verlässliche Förderung von Kunst und Kultur in Langenhagen.

Dazu gehören auch Kunst- und Kreativitätsangebote für Kinder und Jugendliche. Die kulturellen Angebote für Jugendliche in Langenhagen sollen erhalten und ausgebaut werden.

Wohnraum für alle Menschen in Langenhagen: Ob Jung oder Alt, Familien, Singles oder andere Lebens- und Wohngemeinschaften – für alle muss bezahlbarer und attraktiver Wohnraum zur Verfügung stehen. Unser Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherung von Grünflächen und Neubaubedarf.

Die Möglichkeit im eigenen Wohnumfeld alt zu werden, muss gegeben sein. Dazu sind barrierefreie Umbauten in Wohnung, Haus und Wohnumfeld sowie eine gute Nachbarschaft und ein generationsübergreifendes Miteinander im Alltag erforderlich. Dabei ist ein Altenhilfeplan für uns ein gutes Instrument zur Erreichung dieser Ziele.

Gemeinsam leben: Die guten Erfahrungen mit dem Quartiersmanagement in Wiesenau wollen wir auf weitere Stadt- und Ortsteile übertragen. Für die Stadtmitte wollen wir ein Gemeinschaftshaus als zentralen Ort initiieren. Mit der Städtebauförderung für Wiesenau und der Kernstadt Nord wollen wir beteiligungsorientiert mit den Menschen die Quartiere weiterentwickeln.

Sicherheit durch Verlässlichkeit, Planbarkeit und Nachvollziehbarkeit – öffentliche Finanzen müssen transparent sein. Durch eine konsequente Aufgabenkritik, Optimierung von Prozessen und einer zukunftsorientierten Personalplanung sind die Leistungen der Stadt und die Belastung der Mitarbeiter kontinuierlich zu überprüfen. Generationengerechtigkeit bedeutet für uns nicht nur einen Abbau der Schulden, sondern auch der Erhalt des durch die Bürgerinnen und Bürger bereits geschaffenen Eigentums durch Sanierung öffentlicher Infrastruktur (u. a. Schulen, Straßen, Feuerwehren) und sinnvolle Investitionen in die Zukunft. Dabei ist auf eine nachhaltige und energiesparende Sanierung zu achten.

Langenhagen wächst und wird in den nächsten Jahren eine stabile Bevölkerungsentwicklung haben. Das verpflichtet uns, für alle Menschen in dieser Stadt öffentliche Leistungen vorzuhalten. Deswegen müssen Kindergärten, Schulen, Straßen und weitere Infrastruktureinrichtungen  vorausschauend ausgebaut werde. Das gilt auch für die Schaffung und Erweiterung von Gewerbeflächen. 

Unser Stadtzentrum ist das Herz Langenhagens. In den nächsten Jahren wollen wir es weiter entwickeln. Mit städtebaulicher Qualität und Freiflächen wollen wir die Eingangssituation an der Straßenbahnhaltestelle Zentrum verbessern.

Wir wollen öffentliche Nutzung, Markt- und Festplatz, Wohnen, Gastronomie, Dienstleistungen, Einzelhandel und Parken in Einklang bringen. Die Belebung der Langenhagener Stadtmitte mit vielfältigen Angeboten – auch abends und am Wochenende – ist uns wichtig.

Langenhagen empfängt Geflüchtete mit einer ausgeprägten Willkommenskultur. Damit dies weiterhin so bleibt, engagieren wir uns dafür, dass die Rahmenbedingungen, insbesondere für die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen stimmen. Für eine gute Integration wollen wir Geflüchtete dezentral und in kleinen Einheiten unterbringen. Für ein gutes Miteinander sind Sprache, Bildung und gegenseitiges Kennenlernen der Schlüssel, damit Integration gelingen kann. Deshalb wollen wir Sprachlernklassen und das Angebot an Sprachkursen weiter ausbauen. Die Integration in den Arbeitsmarkt ist ein weiterer Schritt. Den Sorgen unserer Mitbürger wollen wir mit Offenheit und Transparenz begegnen.

Wir fördern einen guten Branchenmix und werden deshalb die weitere Ansiedlung von Logistikunternehmen nicht forcieren. Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen sollen bei der Planung und Entwicklung von Gewerbegebieten verstärkt berücksichtigt werden. Bei der Ansiedlung setzen wir auf zukunftssichere Arbeitsplätze mit guten Arbeitsbedingungen und kontinuierliche Steuereinnahmen. Öffentliche Aufträge sollen nach Möglichkeit in Langenhagen vergeben werden. Wir setzen uns ein für eine gute Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsinternetverbindungen ein.

Die Stadt Langenhagen soll in Zukunft klimaneutral werden und nur noch Strom aus erneuerbaren Energien beziehen. Die Energie-Projekt-Gesellschaft-Langenhagen (EPL) soll als gemeinsames Unternehmen der Stadt Langenhagen und der Stadtwerke Hannover weiterentwickelt werden. Dabei stehen eine dezentrale, erneuerbare Energieversorgung und Energieeffizienz im Mittelpunkt. Bei der Solarliga in der Region Hannover wollen wir eine Spitzenposition erreichen und durch den Ausbau von Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden eigene Verantwortung übernehmen. Der Langenhagener Klimaschutzaktionsplan soll fortgeführt werden.

Die vorhandenen Grünanlagen wollen wir erhalten, besser pflegen und ausbauen. Der Stadtpark soll endlich um die Rieselfelder erweitert werden. Es soll überprüft werden, in welcher Form der Wietzepark als Naherholungsgebiet weiterentwickelt werden kann.

Wir beobachten mit Sorge die rücksichtslose Vermüllung unserer Stadt – hier besteht Handlungsbedarf. Die Reinigung und Pflege der Spielplätze, öffentlicher Anlagen, Straßen und Plätze muss verbessert werden. Dafür werden wir in eine bessere Verzahnung aus Betriebshof, Ordnungswesen und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Langenhagen investieren.

Die Stadt Langenhagen übernimmt Verantwortung als Arbeitgeber. Wir sorgen für gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne. Mit der Reinigung öffentlicher Gebäude mit eigenem Personal sowie Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Sozial- und Erziehungsberufe haben wir begonnen und werden daran weiterarbeiten. Die Privatisierung von städtischen Aufgaben, welche häufig zu einer langfristigen Verteuerung für die Bürgerinnen und Bürger führt, lehnen wir ab. Die Stadt Langenhagen muss ein verlässlicher Arbeitgeber bleiben, deshalb schließen wir betriebsbedingte Kündigungen aus und setzen stattdessen auf eine zukunftsorientierte Weiterbildung aller Beschäftigten.

Im Dialog mit den Menschen in Langenhagen wollen wir politische Entscheidungen vor- bereiten, diskutieren und umsetzen. Wie bei der Entscheidung zum Schwimmbad werden wir auch in Zukunft das Instrument der Bürgerbefragung nutzen. Eine gelebte Bürgerkommune ist für die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Langenhagen ein zentrales Ziel.

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Kommunalwahlprogramm der SPD Langenhagen 2016 bis 2021 PDF 78 KB